Angebote zu provisionsfreien Eigentumswohnungen mieten

Ein Großteil der Besitzer hat ihre Eigentumswohnung als Wohneigentum erworben, einige benutzen sie jedoch als Mittel der Kapitalanlage und suchen somit zuverlässige Mieter. Private Besitzer von Eigentumswohnungen beauftragen eher selten einen Makler mit der Vermietung ihres Besitzes, sondern nehmen diese selbst vor. Für den angehenden Mieter bietet diese Vorgehensweise den Vorteil, dass er keine Maklerprovision bezahlen muss, sondern die Eigentumswohnung provisionsfrei mieten kann. Damit spart er einen Betrag von zwei Monatskaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer, da der Makler eine Provision in dieser Höhe berechnen darf. Die Höhe der Ersparnis richtet sich nach der Miete und somit nach der Größe und Qualität der zu mietenden Eigentumswohnung, beträgt aber bereits bei kleinen Einraumwohnungen oftmals mehr als fünfhundert und bei großen und hochwertigen Wohnungen deutlich mehr als eintausend Euro. Die Einsparung dieses Betrages ist angesichts der hohen weiteren Umzugskosten wünschenswert.


Einige provisionsfrei anzumietende Wohnungen werden über bekannte Immobilienseiten im Internet angeboten, viele private Wohnungseigentümer nutzen aber am liebsten traditionelle Formen der Werbung um neue Mieter und inserieren in der örtlichen Tageszeitung. Des Weiteren sind Aushänge in Hochschulen ideal, um kleinere zu vermietende Eigentumswohnungen zu finden. Während Makler bei der Vorauswahl der einem privaten Vermieter vorzuschlagenden Mietbewerber nahezu ausschließlich nach wirtschaftlichen Kriterien vorgehen, berücksichtigen sich ausschließlich selbst um einen Mieter bemühende Eigentümer ihre Gefühle wesentlich stärker. Somit ist das sichere Auftreten einschließlich einer angemessenen Kleidung bei der Besichtigung einer provisionsfrei angebotenen Eigentumswohnung besonders wichtig. Als nachteilig erweist sich die Anmietung einer Eigentumswohnung ohne Maklerprovision jedoch hinsichtlich der Schufa-Anfrage. Während die meisten Makler Vertragspartner der Schufa sind und auf ihre Anfrage die üblicherweise Nichtbanken übermittelten Daten erhalten, verlangen private Vermieter von Eigentumswohnungen oftmals die Vorlage einer wesentlich umfangreicheren Selbstauskunft. Eine mögliche Alternative besteht darin, dass der Vermieter der Eigentumswohnung eine Wohnungsverwaltung ausschließlich mit der Einholung einer Schufa-Auskunft über den Mietinteressenten als einmalige Dienstleistung beauftragt.

Für die Rechte und Pflichten aus einem Mietvertrag ist es weitgehend unerheblich, ob es sich bei der zu vermietenden Wohnung um eine Eigentumswohnung oder ein Appartement eines größeren Miethauses handelt. Eine Einschränkung besteht jedoch bei Eigentumswohnungen, denn die Wahrscheinlichkeit einer späteren Kündigung der Mietwohnung wegen des Eigenbedarfs des Vermieters ist in diesem Fall überdurchschnittlich hoch. Dieser Nachteil ergibt sich bereits daraus, dass viele Besitzer einer Eigentumswohnung nur eine Wohnung besitzen, so dass sie bei einem eventuellen Eigenbedarf nicht zwischen mehreren Wohnungen wählen können. Zudem erwerben viele Anleger eine Eigentumswohnung, damit dort während ihres Studiums ihre Kinder leben können. Idealerweise vereinbart der neue Mieter mit dem Besitzer einer Eigentumswohnung, dass eine Eigenbedarfskündigung für eine bestimmte Zeit ausgeschlossen bleibt. Zudem eignen sich Eigentumswohnungen für den Mieter eher für ein zeitlich begrenztes Wohnvorhaben als für das Leben auf Dauer.